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Rostschutzfarbe schützt ihre Metallbauteile

Bei der Rostschutzfarbe steckt die Funktion bereits im Namen: Sie schützt Eisenteile oder Teile aus anderem nicht rostfreiem Metall vor Rostbildung. Nicht alle Rostschutzfarben haben jedoch dieselben Eigenschaften, weshalb man beim Kauf genau schauen sollte, für welche Rostschutzfarbe man sich entscheidet.
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Rostschutzfarbe: Metallschutz durch Anstrich

Mögliche Einsatzgebiete von Rostschutzfarbe sind alle Objekte, die ganz oder unter anderem aus einem rostgefährdeten Metall bestehen. Eingesetzt wird diese Farbe also als Korrosionsschutz für Autos, Schiffe, Stahlbauteile bei Brücken etc. und bei Privatgebäuden beispielsweise bei Metallzäunen oder Treppengeländern aus Metall. Rostschutzfarbe eignet sich auch als Grundierung bei der Sanierung rostiger Heizkörper. Hier ist allerdings eine gewisse Hitzebeständigkeit der Rostschutzfarbe wichtig.

Bild: © Schlegelfotos - Fotolia.com

Achten sollte man beim Kauf von Rostschutzfarbe ( und anderer Farbe generell ), ob sie als Grundierung, Grundbeschichtung oder Deckbeschichtung oder aber für alle drei Farbschichten geeignet ist. Ist Letzteres der Fall, spricht man auch von 3in1 Rostschutzfarbe. Falls die Rostschutzfarbe nur als Grundbeschichtung gedacht ist, muss man darauf achten, als Deckbeschichtung passende Farbe zu wählen, da sich die Rostschutzfarbe eventuell nicht mit jeder anderen Farbe verträgt. Mitunter empfehlen Farbenhersteller für eine grundierende Rostschutzfarbe ein konkretes Produkt als Abschlussbeschichtung.

Es gibt noch weitere Unterschiede zwischen verschiedenen Rostschutzfarben. Manche Rostschutzfarbe kann man direkt auf rostige Stellen auftragen, während man bei anderen Farben erst einmal den Rost von bereits vorhandenen Roststellen entfernen sollte. Ist die Rostschutzfarbe verdünnbar, eignet sich (abhängig von der Farbe) Verdünnung oder Wasser. Rostschutzfarbe gibt es in farblosen wie farbigen Varianten.

Aktiver und passiver Korrosionsschutz

Rostschutzfarbe bietet einen Korrosionsschutz für Metall, da Rost durch Korrosion entsteht, also durch eine Reaktion des Metalls mit der Umwelt. Man unterscheidet passiven und aktiven Korrosionsschutz. Beim passiven Schutz bildet die Rostschutzfarbe eine Schutzschicht, die das Metall vor dem Kontakt mit Umwelteinflüssen wie Wasser und Luft schützt. Aktiver Korrosionsschutz forciert (einfach ausgedrückt) eine erwünschte Reaktion des Schutzanstrichs mit der Umwelt, um eine unerwünschte (Rost bildende) Reaktion des zu schützenden Untergrunds zu verhindern.

Ein vor Rost schützender Bestandteil der Rostschutzfarbe ist beispielsweise Zink, das als Opferanode fungiert. Ein weiterer ist Eisenglimmer in Kombination mit Leinöl. Diese Bestandteile der Rostschutzfarbe sorgen für einen schützenden Schuppenpanzer vor dem Metall, weshalb die Farbe auch Schuppenpanzerfarbe genannt wird.

Rostige Teile sanieren: erst Rost entfernen?

Ist die Rostschutzfarbe dafür gedacht, bereits angerostete Teile zu sanieren, muss bei manchen Varianten der Rostschutzfarbe vor dem Auftragen der Farbe und gegebenenfalls einem anschließenden Lackieren erst einmal der Rost entfernt werden. Möglich ist das mit Bürsten, Schleif- oder Sandstrahlgeräten, alternativ auch mit Rostumwandlern.

Weitere Vorarbeiten, die vor dem Anstrich anfallen können, sind das Säubern und gegebenenfalls Anschleifen des Metalluntergrunds. So wird das Metall von Fetten und Verunreinigungen befreit. Das Anschleifen dient der besseren Aufnahme der Farbe. Eventuell ist zudem ein Haftgrund nötig, weil die Farbe ansonsten schlecht hält. Anschließend trägt man die Rostschutzfarbe auf. Je nach Farbe ist das mit Rolle oder Pinsel oder auch mit einem Sprühgerät möglich.

Rostschutzfarbe aufzutragen, ist keine Aufgabe, für die zwangsläufig Fachleute benötigt werden. Wer aber handwerklich nur mäßig begabt ist und sichergehen möchte, dass die Arbeit gut erledigt wird, sollte Fachbetriebe beauftragen.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Ansgar Sadeghi, Redakteur www.Maler-Vergleich.com