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    Heizkörper lackieren leicht gemacht

    Wer Heizkörper lackieren möchte, greift am besten zu besonderem Heizkörperlack, weil die Heizung spezielle Anforderungen an den Lack stellt. Geht es an die konkrete Arbeit, kann man Pinsel und/oder Rolle nutzen, um damit den Heizkörper zu lackieren, oder Lacke alternativ auch aufspritzen.
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    Heizkörper lackieren: Lacke & Arbeitsschritte

    Grundsätzlich muss Lack, mit dem sich ein Heizkörper lackieren lässt, einerseits hitzebeständig sein und regelmäßige Temperaturunterschiede aushalten. Andererseits sollte er Wärme gut genug leiten, sodass die Aufwärmung des jeweiligen Raums nicht durch den Lack behindert wird. Das setzt stabile, aber gleichzeitig flexible molekulare Verbindungen voraus.

    Infrage kommt sowohl Acryllack als auch Alkydharzlack, wenn man Heizkörper lackieren möchte. Acryllacke (wasserbasierte Lacke) zeichnen sich durch relativ schnelle Trocknung und einfache Verarbeitung aus. Kunstharzlacke (lösemittelhaltige Lacke) ergeben eine besonders strapazierfähige Oberfläche.

    Wichtige Kennwerte und Eigenschaften

    Ein wichtiger Kennwert für Lacke, mit denen man Heizkörper lackieren kann, ist die Hitzebeständigkeit. Orientierungswerte für die maximale Hitzeentwicklung bei Heizkörpern aufgedrehter Heizungen liegen bei 70 bis 80 Grad Celsius. Eine Hitzebeständigkeit in dieser Höhe wäre also angebracht. Vereinzelt steigen Temperaturen bei Heizkörpern aber auch auf über 100 Grad.

    Übersteigt die Temperatur des Heizkörpers die Hitzebeständigkeit des Heizkörpers, kann der Lack vergilben und im Extremfall abplatzen. Manche Hersteller von Lacken für das Lackieren von Heizkörpern unterscheiden in der Produktbeschreibung zwischen hitze- und vergilbungsbeständig: z.B. vergilbungsbeständig bis 120 und hitzebeständig bis 180 Grad Celsius.

    Wichtige Normen: DIN 55900-1 und DIN 55900-2

    Um mit Lacken Heizkörper lackieren zu können, sollten Lacke und Grundierungen die Anforderungen der Normen „DIN 55900-1“ (Grundbeschichtung) und „DIN 55900-2“ (Deckbeschichtung) „Beschichtungen für Raumheizkörper“ erfüllen.

    Farbe und Glanzgrad

    Heizkörperlack existiert mittlerweile in verschiedensten Farben, sodass es auch zur farblichen Raumgestaltung beitragen kann, wenn man Heizkörper lackieren lässt. Der Glanz des Lacks ist vom Einstrahlwinkel des Lichts und vom Material des Lackes abhängig. Definiert ist er als Quotient aus dem gerichtet (direkt) und dem diffus reflektierten Anteil des auf eine Fläche fallenden Lichtstroms. Zur Veranschaulichung: Beim ebenen glatten Spiegel kommt es fast ausschließlich zur direkten Reflexion von Lichtstrahlen. Beim Glanzgrad von Heizkörperlack sind folgende Bezeichnungen marktüblich:

    • stumpfmatt,
    • matt,
    • seidenmatt,
    • seidenglänzend,
    • glänzend,
    • hochglänzend.

    Verbrauchsangaben: Um möglichst kostengünstig Heizkörper zu lackieren, sollte man auf Verbrauchsangaben pro Quadratmeter achten. Für jeden Heizkörperlack gibt man Orientierungswerte wie beispielsweise „ca. 80–100 ml/m²“ an.

    Heizkörper lackieren: Arbeitsschritte

    • Heizkörper sollte man nur bei abgedrehter Heizung lackieren. Folie schützt den Boden rund um den Arbeitsbereich. Vorhandenen Rost entfernt man vorab mit Schleifpapier. Zudem sollte man Staub und Fett, seltener auch alten Lack entfernen. Als Vorarbeit vor dem Lackieren kann man den Heizkörper mit Seifenlauge abwaschen.
    • Je nach Zustand des Heizkörpers (Rost) empfiehlt sich das Auftragen einer Grundierung an einigen Stellen, bevor man den Heizkörper lackieren kann. Allerdings gibt es auch Heizkörperlack, der zugleich als Grundierung wie als Deckfarbe geeignet ist und mit dem sich selbst fest sitzender Restrost überstreichen lässt.
    • Spätestens nach dem Grundieren trägt man den Decklack auf. Hierfür kann man schmale Farbrollen verwenden.Daneben gibt es auch spezielle Heizkörperpinsel, mit denen man schwierige Stellen des Heizkörpers leicht erreicht.
    • Eventuell trägt man zwei Schichten Heizkörperlack auf. Die Lackschicht sollte jedoch nicht zu dick werden, da ansonsten die Wärmeleitfähigkeit sinkt. Das steigert den Energieverbrauch.

    Alternativ zum Auftragen mit Rolle und Pinsel ist auch ein Aufspritzen des Lacks möglich. Eventuell muss der Lack dafür aber verdünnt werden.

    Wer handwerklich nicht geschickt ist und sorgfältig lackierte Heizkörper haben möchte, sollte die Heizkörper lackieren lassen und nicht selbst tätig werden. Erfahrene Maler und Lackierer finden Sie über unser kostenfreies Anfrageformular.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Ansgar Sadeghi, Redakteur www.Maler-Vergleich.com