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Lasieren oder Lackieren?

Holzlasur ist nicht dasselbe wie Holzlack, hat aber ähnliche Funktionen. Die Lasur soll (wie der Holzlack) in der Regel als Holzschutz dienen und auch optisch überzeugen. Aber was ist besser: Lasur oder Lack? Die Frage lässt sich nur individuell beantworten.
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Holzlasur oder Holzlack? Es ist eine Geschmacksfrage

Einen effektiven Holzschutz kann man mit Holzlasur ebenso wie mit Holzlack realisieren. Geht es nur um den Holzschutz, lässt sich die Frage „ Lasur oder Lack“ also kaum entscheiden. Die Unterschiede zwischen beiden sind vor allem optischer Natur. Insbesondere, wenn man sich für eine Dünnschichtlasur entscheidet, bleibt die Maserung des Holzes gut erhalten. Zumindest beim Lackieren mit Farblack wird sie dagegen oft weitgehend unsichtbar. Aber auch im Vergleich mit Klarlack hinterlässt Holzlasur meistens den natürlicheren Eindruck. Schlussendlich beruht die Entscheidung zwischen Lasur oder Lack auf dem persönlichen Geschmack.

© Björn Wylezich - Fotolia.com

Dickschichtlasur und Dünnschichtlasur

Es gibt nicht nur Unterschiede zwischen Lack und Lasur, sondern auch zwischen den verschiedenen Lasuren. Die bereits erwähnte Dünnschichtlasur dringt relativ tief in die Holzporen ein und schützt das Holz auch von innen. Je maßhaltiger ein Holzbauteil sein muss, desto eher ist aber Dickschichtlasur als Holzlasur gefragt.

Aber was bedeutet „maßhaltig“? Je maßhaltiger ein Holzbauteil ist, desto weniger verändert sich sein Volumen durch Ausdehnung oder Zusammenziehen aufgrund von Umweltbedingungen wie Hitze oder Kälte. Man unterscheidet nicht maßhaltige, begrenzt maßhaltige und maßhaltige Bauteile, abhängig davon, wie sehr sich ihr Volumen ausdehnen darf.

Bei Holzbauteilen wie einem Holzzaun ist eine Volumenveränderung meistens kein großes Problem, sodass er zu den nicht maßhaltigen Holzbauteilen gehört. Dagegen können Volumenveränderungen an Fenstern zu Problemen führen. Sie gehören zu den maßhaltigen Bauteilen. Als Holzschutz sollte hier Lack oder dickschichtige Holzlasur zum Einsatz kommen.

Die richtige Holzlasur finden

Der Unterschied zwischen Dickschichtlasur und Dünnschichtlasur ist bei Holzlasur nicht der einzige. Das zu lasierende Holzbauteil bestimmt auch die Eigenschaften, die bei der Holzlasur wichtig ist. Solche Eigenschaften können unter anderem sein:

  • farbig oder farblos,
  • schmutz- und wasserabweisend,
  • geeignet für innen und/oder außen,
  • schützend vor Fäulnis und/oder UV-Licht,
  • diffusionsoffen (lässt Feuchtigkeit aus dem Inneren heraus oder herein - die Wand "atmet")

Wichtig: Es gibt Holzbauteile, für die viele Arten von Holzlasur nicht geeignet sind. So werden Holzböden oft sehr strapaziert, was die meisten Lasuren nicht mitmachen. Hier sollte man das Holz lackieren.

Holzschutz? Muss das überhaupt sein?

Während die Frage „Lasur oder Lack?“ durchaus unterschiedliche Antworten zulässt, ist die Antwort auf die Frage, ob überhaupt irgendein Holzschutz nötig ist, viel klarer: Wer verhindern möchte, dass Holzteile allzu schnell angegriffen und/oder beschädigt werden, kommt um einen guten Holzschutz nicht herum. Bei der Witterung ausgesetzten Holzteilen kann Holzlasur das Holz vor Regen, Frost und UV-Licht, aber auch vor Pilzen, Algen und Schädlingen schützen. In Innenräumen bietet Holzlasur beispielsweise Schutz vor durch Stöße verursachte Dellen.

Wie verarbeitet man Holzlasur?

Wie beim Holzlack geht es auch bei der Holzlasur erst einmal darum, den Untergrund fürs Lackieren vorzubereiten. Dafür sollte man das Holz schleifen. Bei Hölzern mit Lackresten muss man oft erst einmal die Lackreste entfernen, beispielsweise mit Abbeizer oder mit Heißluft und Spachtel. Anschließend kann man die Holzlasur oder erst eine Grundierung auftragen, beispielsweise als Holzschutz vor Schimmelpilzen. Eventuell ist es sinnvoll, nach der Holzlasur eine zweite Schicht Lasur aufzutragen. Zum Auftragen eignen sich Pinsel und/oder Rolle, bei manchen Lasuren auch Sprühgeräte.

Mit Holzlasur (Dickschichtlasur und Dünnschichtlasur) können auch handwerklich begabte Laien arbeiten. Im Zweifelsfall sollte man Fachbetriebe beauftragen.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Ansgar Sadeghi, Redakteur www.Maler-Vergleich.com