Spezialfarben für Feuchträume

7. Oktober 2020
Wasseranfall an Wänden und Decken ist nicht nur optisch ein Problem. Schnell kann es auch zu Schimmelbildung und anderen Problemen in Feuchträumen wie einem Badezimmer oder der Küche kommen. Spezielle Feuchtraumfarbe schafft hier Abhilfe.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Maler-Vergleich.com
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FarbenSpezialfarbeFeuchtraumfarbe

Feuchtraumfarbe für Badezimmer, Küche & andere Räumlichkeiten

FeuchtraumfarbeIn feuchten Räumen wie dem Badezimmer oder der Küche haben herkömmliche Wandfarben kaum eine Überlebenschance. Schmutz und Dampf können sich darin ansiedeln und es kommt zu schimmeligen Stellen auf einer normalen Wandfarbe.

Vor allem in der Küche gesellt sich zum Dampf und Schmutz noch der Fettdampf, der in jede Wand ohne Feuchtraumfarbe einzieht und dort einen regelrechten Nährboden für Pilze bildet. Doch gegen diese Übel gibt es heute die sehr zuverlässige Feuchtraumfarbe, die Feuchtigkeit und Schmutz regelrecht abstößt, statt sie in sich aufzunehmen.

Auch die Wand ist gegen eine zu starke Durchfeuchtung sehr zuverlässig geschützt, wenn eine Feuchtraumfarbe aufgetragen wird. Sie sollte allerdings in feuchten Räumen nicht auf eine Tapete wie Raufaser oder eine einfache Papiertapete aufgebracht werden. Wenn es unbedingt eine Tapete in einem Feuchtraum sein muss, ist hier eine Vinyltapete oder ein ähnlich kunststoffhaltiges Material zu empfehlen, um unter der Feuchtraumfarbe zu tapezieren. Allerdings ist tatsächlich auch von der Optik her, eine Tapete heutzutage wirklich nicht mehr erforderlich, denn Feuchtraumfarbe gibt es inzwischen auch in vielen schönen Farbtönen im Handel.

Wirksamer Schutz - eine hochwertige Feuchtraumfarbe

Eine gute Feuchtraumfarbe wirkt sehr zuverlässig gegen Pilzbildung und Schimmelbefall, weil sie mit Fungiziden (siehe auch: Antischimmelfarbe) durchsetzt ist. Meist sind diese auf Acrylbasis, also auch mit Wasser zu verdünnen und zu entfernen, solange sie noch nicht ausgetrocknet ist. Sie ist in der Regel scheuerbeständig und nimmt selbst im nassen Zustand ein heftiges Abschrubben nicht übel.

Wichtigsten Hinweis auf die Abriebbeständigkeit gibt die EN-Norm 13300. Diese ist in mehrere Klassen unterteilt, wobei Klasse I und II für Küche und Bad geeignet sind. Andere Wandfarben bleiben bei einer derartigen Behandlung gern einmal im Schwamm statt an der Wand. In früheren Zeiten wurde bei der Wandfarbe in Feuchträumen oft zu Ölfarben gegriffen, die jedoch extrem schwer wieder zu entfernen waren und auf einer bereits leicht fettigen oder feuchten Wand gar nicht erst vollständig hafteten. So wurden diese Ölfarben bereits beim Streichen fleckig und waren danach nicht zu überstreichen. Dafür wurde heute die Feuchtraumfarbe entwickelt, die zum einen leicht mit einem anderen Ton oder auch einer einfachen Wandfarbe übermalt werden kann, wenn der Raum einmal anders genutzt werden soll.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Feuchtraumfarbe

Was ist der Unterschied zwischen einer Feuchtraumfarbe und einer Antischimmelfarbe?

Was ist der Unterschied zwischen einer Feuchtraumfarbe und einer Antischimmelfarbe? Ich habe ein Bad ohne Fenster aber bislang keine Probleme mit Schimmel gehabt. Ich möchte jedoch gerne vorbeugend zur Sicherheit was gegen Schimmel machen. Welche Farbe soll ich nehmen?
Antwort von Maler Lüddemann

Vorbeugen kann man in so einem Bad nur wenn man eine gewisse Grundwärme hält,vorbeugen mit irgendeiner Farbe bringt nichts.
Meiner Meinung nach sind sogenannte Antischimmelfarben und Bad oder Küchenfarbe nur Geldmacherei.
Ich nehme schon seit 30 Jahren eine ganz normale Innendispersionsfarbe für Bad und Küche und hatte noch nie Propleme.

Muss in Badezimmern Feuchtraumfarbe verwendet werden?

Gibt es eine Norm, wonach in Bädern spezielle Feuchtraumfarbe verwendet werden muss? Bei uns wurden alle Decken und Wände der Wohnung mit ein und derselben Farbe gestrichen. Die Wände wurden vorher auf Q3 geschliffen. Die Aussage vom Maler war, das geht auch so, es ist ja zweimal gestrichen worden. Trotzdem ließ sich die Wandfarbe abwischen, als der Fliesenleger einen Kleberrest feucht entfernt hat. Die Arbeiten sind noch nicht ganz abgeschlossen, und wir sind uns unsicher, wie wir dem Maler gegenüber argumentieren sollen.
Antwort von Malerfachbetrieb Gass

Klebereste vom Fliesenleger sind stark alkalisch und können eine organische Dispersionsfarbe anlösen (Sie schrieben:ließ sich die Wandfarbe abwischen).
In Feuchträumen können Dispersionfarben etc. verarbeitet werden, je nach Umgebungsbedingungen (Luftfeuchtigkeit, Zimmertemeratur, etc.). Empfehlen (für das Badezimmer) würde ich eher einen alkalischen Anstrich (Bio-Innensilikat mit 5% Dispersionsanteil) oder mineralischen Putz, da sich Kondensat (Wasserdampf) auf Decke und Wände absetzen könnte. Organische Farben dazu zählen auch Dispersionsfarben oder hoch kunststoffvergütete Beschichtungen, können keinen Wasserdampf aufnehmen bzw. in sehr geringer Mengen. Somit ist unter Umständen Schimmelansätze oder Foggingeffekt gegeben. Da Silikatfarben/mineralische Beschichtungen eine natürliche Schimmelprävention haben (Hoch alkalisch, schneller Oberflächen Trocknung / Silikat-Mineralmaterial kann Wasserdampf aufnehmen), wäre es vom Ansatz besser. Sie müssen sich darauf verlassen, das ihr Maler- Stukkateurbetrieb seine Prüfpflicht wahrgenommen hat und ihnen die Wirtschaftlichste, Funktionalste Lösungen angeboten hat. Wand und Deckenfarben werden in einer Nassabriebsklasse klassifiziert, mindestens Klasse 3 sollte verarbeitet sein. Ansonsten fehlen mir einige Hintergrund Informationen um eine klar aussage zu treffen.

Badezimmer tapezieren / streichen

Wir haben in unserem Haus mit Glasdekorgewebe/Malervlies tapeziert und danach gestrichen. Empfiehlt es sich im Badezimmer dies ebenfalls zu tun und danach dann mit einer Feuchtraumfarbe zu streichen?
Antwort von malermeister - eckimaler

Eine Feuchtraumfarbe ist zumindest kein Nachteil. Jedoch wenn das Glasdekorgewebe mit einem Kleber versehen wurde der nicht diffusionsfähig ist dann ist das nicht optimal.

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