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Wofür man Grundierung benötigt

Eine Grundierung, zu denen als Varianten Haftgrund und Tiefengrund gehören, bilden die Schicht zwischen einem Untergrund wie Fassade, Innenwand oder Boden und Farbe, Tapete oder anderen Varianten der Oberflächengestaltung. Je nach Funktion der Grundierung kommen unterschiedliche Arten infrage.
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Grundierung im Überblick

Passende Grundierung wie Haftgrund gibt es sowohl für den Innen- wie den Außenbereich. Unterscheiden kann man Grundierungen teils anhand des Untergrunds, für den sie bestimmt sind: Beispiele sind Putzgrund fürs Verputzen und spezielle MDF-Grundierungen (für mitteldichte Holzfaserplatten) sowie Varianten für Materialien wie Stein, Beton und Metall. Eine weitere Unterscheidung betrifft die Funktion der Grundierung.


Eine häufig vor Malerarbeiten eingesetzte Grundierung ist der sogenannte Tiefengrund. Tiefengrund wird bei einem besonders saugfähigen und großporigen Untergrund verwendet, um die Poren zu verstopfen. Dadurch lässt sich Farbe besser auftragen, das Risiko abgeplatzter Farbe sinkt und der Materialverbrauch reduziert sich, da weniger Farbe durch den Untergrund aufgesaugt wird. Verwendet wird Tiefengrund beispielsweise zur Grundierung von mineralischem Untergrund wie Mineralputz. Die Grundierung wird meist auf Basis von Alkydharz oder Acrylharz produziert, ist wässrig und existiert sowohl in farblosen wie in pigmentierten Varianten. Farbige Grundierung hat den Vorteil, dass man besser sieht, welche Flächen bereits grundiert wurden.

Haftgrund (auch Haftvermittler) ist dagegen eine Art der Grundierung, die auf einen wenig haftfähigen Untergrund aufgetragen wird, damit die aufzutragende Schicht (z.B. Farben) besser hält. Auf dem Markt findet man vor allem Varianten für schwach oder nicht saugenden Untergrund.

Der Einsatz einer Grundierung wie Tiefengrund oder Haftgrund sollte nicht andere Arten der Vorbehandlung des Untergrunds ersetzen, sondern ergänzen. Das heißt: Vor dem Auftragen von Grundierung sollte man den Untergrund gegebenenfalls säubern, bei Metall eventuell Rost entfernen. Abhängig von der Art der Grundierung, ist nicht nur ein Auftragen mit Rolle oder Quast, sondern auch mit einem Sprühgerät möglich.


Weitere Aufgaben der Grundierung

Neben einer besseren Haftung durch Haftgrund und einer reduzierten Saugfähigkeit können die Verfestigung eines brüchigen Untergrunds sowie eine absperrende oder imprägnierende Wirkung Aufgaben der Grundierung sein. Bei einer absperrenden Wirkung verhindert die Grundierung, dass beispielsweise Nikotinflecken von innen durch die Grundierung nach außen durchdringen. Sie kann damit Farbe als Nikotinsperre ersetzen. Imprägnierende Grundierungen sollen dagegen verhindern, dass etwas (oft Feuchtigkeit) von außen durch die Grundierung nach innen dringt.

Grundierung mit oder ohne Lösungsmittel?

Grundsätzlich kann man neben klarer und pigmentierter auch lösemittelhaltige und wasserverdünnbare Grundierungen unterscheiden. Falls möglich, sollte man aus Gründen der Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit die wasserverdünnbaren Varianten bevorzugen. Insbesondere bei einem sehr saugfähigen Untergrund ist aber lösemittelhaltiger Tiefengrund oft die bessere Wahl. Dann ist allerdings eine ausreichende Frischluftzufuhr im Arbeitsbereich innen besonders wichtig und auch beim Entsorgen lösemittelhaltiger Stoffe sind Regeln zu beachten.

Braucht man Grundierung überhaupt noch?

Heutzutage ist es nicht zwangsläufig nötig, spezielle Grundierung einzusetzen, um einen Untergrund für Malerarbeiten zu grundieren. Auf dem Markt findet man häufig 2-in-1-Produkte wie 2-in-1-Lack, der sich zugleich zur Grundierung wie zum Lackieren verwenden lässt.

Grundieren ist eine Aufgabe, die man mit handwerklichem Geschick oft auch als Laie bewerkstelligt. Im Zweifelsfall sollte man jedoch auf Profiarbeit setzen.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Ansgar Sadeghi, Redakteur www.Maler-Vergleich.com