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    Gipsputz im Überblick

    Gipsputz ist zwar nicht für Außenwände geeignet, gibt einem aber in Innenräumen viel Gestaltungsfreiheit. Die Bandbreite reicht von glatten weißen Gipsputzwänden bis zu deutlich kunstvollerer Gestaltung. Gipsputz kann aber auch zu einem guten Raumklima beitragen.
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    Einsatzgebiete & Eigenschaften von Gipsputz

    © grafikplusfoto - Fotolia.com

    Gipsputz ist anders als beispielsweise Kalkputz oder Kalkzementputz nicht für Außenwände einsetzbar. Im Innenraum kann man Gipsputz auch in der Küche und im Bad an Wände und Decken anbringen. Einige Wasserspritzer und eine vorübergehend erhöhte Luftfeuchtigkeit machen diesem Putz nichts aus. Gipsputz ist jedoch für dauerfeuchte Räume wie Schwimmhallen ungeeignet. Möchte man dünne Schichten Gipsputz auftragen, nutzt man sogenannten Dünnlagenputzgips.

    Gipsputz besteht aus Gips und Gesteinskörnung und kann weitere Zusatzstoffe enthalten. Er gehört zu den mineralischen Putzen, die man von Kunstharzputzen abgrenzt. Als mineralisches Material bietet Gipsputz keine Grundlage für Schimmelpilz-Wachstum.

    Man kann mit Gipsputz eine vergleichsweise dicke einlagige Putzschicht mit bis zu 25 Millimetern oder vereinzelt auf kleineren Flächen sogar bis 35 Millimetern Dicke bilden. Noch dickere Schichten aus Gipsputz sind möglich, wenn man zweilagig arbeitet, heißt es im „IGB Handbuch Gipsputze“.

    Wie Kalkputz und Kalkzementputz trägt auch Gipsputz zu einem guten Raumklima bei. Das liegt am relativ großen Porenanteil des Putzes. Gipsputz nimmt überschüssige Luftfeuchtigkeit in den Poren auf, speichert sie und gibt sie bei niedriger Luftfeuchtigkeit wieder ab. Ein weiterer Vorteil: Gipsputz trocknet und härtet relativ schnell aus, sodass Putzarbeiten schneller abgeschlossen werden.

    Stuckputz ist eine spezielle Variante von Gipsputz. Er härtet noch schneller als normaler Gipsputz aus und ermöglicht kunstvolle Stuckarbeiten. Ebenso dient handelsüblicher Gipsputz auch als Untergrund für Fliesen und Platten.

    Eine weitere Variante ist Gips-Leichtputz. Er enthält Zusätze wie Kalksteinmehl und erhöht die ohnehin relativ hohe Ergiebigkeit von Gipsputz. Ein Beispiel: Man benötigt 9,5 kg/m² Gips-Maschinenputz eines Herstellers für 10 Millimeter Putzdicke, aber nur etwa 8,0 kg/m² Gips Maschinenleichtputz bei derselben Putzdicke.

    Das alles zeigt, dass Gipsputz Haus- und Wohnungsbesitzern viel Spielraum bei der Innenraumgestaltung gibt.

    Wie arbeitet man mit Gipsputz?

    Verputzen mit Gipsputz stellt dieselben Anforderungen an den Putzuntergrund wie beispielsweise Kalkputz. Der Untergrund muss sauber, eben, fest und trocken sein. Je rauer der Untergrund ist, desto besser ist das für die Haftung des Putzes. Die Saugfähigkeit des Untergrunds kann dagegen sowohl zu groß als zu klein sein. Tendenziell sorgt hohe Saugfähigkeit ebenfalls dafür, dass der Gipsputz gut auf dem Untergrund haftet. Ist sie aber zu hoch, entzieht der Untergrund dem Gipsputz zu viel Wasser, sodass die Haftung des Putzes leidet. Bei einem sehr saugfähigen Untergrund kann deswegen eine Grundierung nötig werden, ehe man den Gipsputz aufträgt.

    Gipsputz kann man manuell oder mit der Maschine auf den Untergrund aufbringen. Ein beispielhaftes maschinelles Verputzen kann wie folgt aussehen: Wasser und Putzmörtel werden in der Maschine gemischt und dann auf die zu verputzende Fläche aufgetragen. Dann wird er gleichmäßig auf der Fläche verteilt, gefilzt und geglättet. Das Filzen und Glätten entfällt beispielsweise, wenn der Gipsputz als Untergrund für Fliesen dient.

    Fachbetriebe beantworten gerne Fragen zum Verputzen, auch rund um das Verputzen mit Gipsputz.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Ansgar Sadeghi, Redakteur www.Maler-Vergleich.com